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Hotels

Was ist der RevPAR im Hotel? Die Kennzahl, die den Hotelgewinn steuert

Der RevPAR gehört zu den wichtigsten Kennzahlen in der Hotellerie, um nachzuvollziehen, wie viel Umsatz Sie mit Ihren Zimmern tatsächlich erzielen. Die Kennzahl gibt Aufschluss darüber, wie gut Ihr Hotel ausgelastet ist und wie viel Umsatz jedes verfügbare Zimmer erwirtschaftet. Wer die Bedeutung der RevPAR-Daten ignoriert, bremst das eigene Wachstum aus. Wenn Sie sie jedoch richtig einordnen und Potenziale aktiv nutzen, können Sie deutlich mehr aus Ihren Zimmererlösen herausholen. 

Posted 11.05.2026

Eine Untersuchung für unseren aktuellen Hospitality-Report: KI im Gastgewerbe zeigt: Hotelverantwortliche im DACH-Raum arbeiten im Durchschnitt mit 4 bis 5 verschiedenen Systemen, um ihren Betrieb zu steuern. 60 % geben an, dass die aus diesen Systemen entstehenden Daten unvollständig oder lückenhaft sind. Wer also im Revenue Management mit ungenauen Daten und einem ineffizienten Betriebssystem arbeitet, kann keine fundierten Entscheidungen treffen.

•    Was der RevPAR für die Hospitality-Branche bedeutet
•    2 Formeln, ein Ergebnis: So berechnen Sie den RevPAR für Ihr Hotel
•    Wie Sie einen guten RevPAR für Hotels erkennen
•    5 einfache Ansätze, um den RevPAR in Ihrem Hotel zu steigern
•    Wie vernetzte Hoteltechnologie RevPAR-Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen umsetzt
•    Der RevPAR ist nur der Ausgangspunkt

 

Was der RevPAR für die Hospitality-Branche bedeutet

RevPAR steht für „Revenue per Available Room“, also für den Umsatz pro verfügbarem Zimmer. Entscheidend ist, zu verstehen, was die Kennzahl genau misst und wie sie sich von anderen Kennzahlen unterscheidet – erst dann wird sie im Alltag wirklich hilfreich. 

Die RevPAR-Definition einfach erklärt

Die Kennzahl zeigt, wie viel Zimmerumsatz Ihr Hotel in einem bestimmten Zeitraum pro verfügbarem Zimmer erwirtschaftet. Und zwar unabhängig davon, ob dieses Zimmer tatsächlich belegt war oder nicht. Im Unterschied dazu betrachtet die Kennzahl ADR (Average Daily Rate bzw. die durchschnittliche Tagesrate) nur die Zimmer, die tatsächlich belegt wurden. 

Ein Beispiel: 

Ein Hotel mit 100 Zimmern und 70 % Auslastung bei 150 € ADR arbeitet ganz anders als ein Haus mit 100 Zimmern, 90 % Auslastung und 100 € ADR – auch wenn die Gästezahlen ähnlich wirken. Der RevPAR fasst diesen Unterschied in einer einzigen Zahl zusammen, damit Sie die Ertragslage Ihres Zimmerangebots auf einen Blick erfassen können. 

Warum der RevPAR wichtiger ist als die Auslastung allein

Hohe Auslastung klingt zunächst nach Erfolg und oft ist sie auch ein gutes Zeichen. Läuft ein Hotel aber mit 95 % Belegung bei stark reduzierten Preisen, sieht das auf den ersten Blick vielleicht gut aus. Am Ende kann das jedoch weniger Ertrag pro Zimmer erzielen als ein Haus mit 80 % Belegung und klar gesteuerter Preisstrategie. 

Das Verständnis um den RevPAR hilft Ihnen, über reine Auslastungszahlen hinauszublicken und zu bewerten, ob Ihre Preisgestaltung tatsächlich funktioniert. Wenn das Revenue Management den RevPAR gemeinsam mit den Auslastungsdaten des Hotels betrachtet, eröffnet sich eine klarere Perspektive auf die Performance: Denn hohe Belegung bedeutet nicht automatisch mehr Umsatz pro Zimmer. 

2 Formeln, ein Ergebnis: So berechnen Sie den RevPAR für Ihr Hotel

Jetzt, wo klar ist, was der RevPAR aussagt, geht es an die Berechnung. Es gibt zwei Wege zur gleichen Kennzahl: Beide sind sinnvoll, je nachdem, welche Daten Sie gerade vorliegen haben. 

RevPAR-Berechnung: 1. Methode

Die gängigste RevPAR-Formel lautet: 

RevPAR = Occupancy Rate × Average Daily Rate (ADR) 

Ein Beispiel:

Erreicht Ihr Hotel an einem Abend 75 % Auslastung (Occupancy) und einen ADR von 120 €, beträgt Ihr RevPAR 90 €. Diese Methode eignet sich besonders gut für das tägliche Monitoring und für Performance Reports. Sie greift auf Zahlen zurück, die Ihr Team im Revenue Management ohnehin im Blick hat. 

RevPAR-Berechnung: 2. Methode

Die zweite gängige Formel lautet:

RevPAR = Total room revenue / Total available rooms 

Ein Beispiel:

Erzielt Ihr Hotel in einem bestimmten Zeitraum 54.000 € Zimmerumsatz bei 600 verfügbaren Zimmernächten (Room Nights), liegt Ihr RevPAR ebenfalls bei 90 €. Diese Herangehensweise eignet sich besonders für Finanzanalysen, Monatsabschlüsse und Vergleiche über längere Zeiträume.

Wie Sie einen guten RevPAR für Hotels erkennen

Es gibt keine festgelegte Zahl, die angibt, wie ein guter RevPAR aussieht. Unserer Erfahrung nach hängt dies stark von Ihrem Standort, der Größe Ihrer Unterkunft und der Saison ab.

Benchmarks, die Sie im Blick halten sollten

Wenn es um den RevPAR geht, ist oft erst einmal unklar, was ein sinnvoller Ansatzpunkt ist und welche Werte als Erfolg gelten.
Kleinere, unabhängige Hotels bewegen sich naturgemäß eher am unteren Ende der Skala, während große Ketten und Luxushäuser Spitzenwerte erreichen können, die sich kaum sinnvoll vergleichen lassen.

Unabhängig von der Größe Ihres Hauses empfehlen wir jedoch stets, die Entwicklung der Hotel-Performance über die Zeit zu beobachten. Diese Zahlen sollten Sie mit einem Wettbewerbsumfeld vergleichen, das wirklich zu Ihrer Kategorie passt. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, können Sie zusätzlich Ihren RevPAR-Index (RGI) verfolgen, also das Verhältnis Ihres RevPAR zum Durchschnitt vergleichbarer Hotels. So können Sie sich ein klares Bild von ihren Umsatzergebnissen verschaffen. 

Warum der RevPAR allein nicht reicht

Wichtig ist: Der RevPAR misst ausschließlich Ihren Zimmerumsatz und erfasst keine Erlöse aus anderen Bereichen wie F&B, Parkplätzen, Events oder Paketangeboten. Ein Hotel kann also einen hohen RevPAR aufweisen und trotzdem weniger profitabel sein als ein Haus mit niedrigerem RevPAR, das mit exzellenten Services aufwartet und seinen Betrieb insgesamt besser im Griff hat.

5 einfache Ansätze, um den RevPAR in Ihrem Hotel zu steigern

Um Ihren RevPAR zu verbessern, müssen Sie sowohl an der Auslastung als auch am durchschnittlichen Zimmerpreis arbeiten. In der Praxis sehen wir vor allem 5 konkrete Maßnahmen, mit denen Hotels ihren RevPAR deutlich nach oben bringen.

1. Mit dynamischer Preisgestaltung den durchschnittlichen Zimmerpreis sichern

Mit Fest- oder Saisonpreisen verschenken Sie Umsatzpotenziale. Bei der dynamischen Preisgestaltung passen Sie Ihre Zimmerpreise laufend an die Nachfrage und aktuelle Markttrends wie lokale Events, Buchungsgeschwindigkeit und die Verfügbarkeit bei Wettbewerbern an. 3 von 4 Hoteliers, die wir in unserem aktuellen KI-Report befragt haben, gaben an, dass der Zugriff auf konsolidierte Echtzeitdaten ihre Entscheidungsfindung erheblich beschleunigen würde. Und genau das ist der Grund, warum dynamische Preisgestaltung so gut funktioniert.

Hoteliers, die mit einer dynamischen Preisstrategie arbeiten, erzielen durchweg einen höheren RevPAR. Insbesondere in Spitzenzeiten, in denen Festpreise mit der Nachfrage nicht Schritt halten können.  

2. So reduzieren Sie versteckte Provisionsverluste in Ihrem Vertriebsmix

Jede Buchung über OTAs kostet Sie mehr, als auf der Rechnung ersichtlich ist. Dies senkt Ihren Netto-RevPAR und wirkt sich auf Ihren Zimmerumsatz aus. Wenn es Ihnen gelingt, einen Teil Ihrer Buchungen auf den Direktvertrieb oder Ihre eigene Booking Engine zu verlagern, steigt der Umsatz, den Sie pro verfügbarem Zimmer tatsächlich behalten.

Unsere Empfehlung: Betrachten Sie Ihren Vertriebsmix stets parallel zu Ihrem RevPAR. So erkennen Sie, wo finanzielle Lücken bestehen, und das geht viel schneller, als einfach nur höhere Preise durchsetzen zu wollen.

3. Kurzaufenthalte in Spitzenzeiten: Wie Sie dem unterschätzten RevPAR-Killer gezielt entgegenwirken

In Zeiten hoher Nachfrage hilft eine Mindestaufenthaltsdauer dabei, Ihren RevPAR zu schützen. Sie verhindern, dass Kurzaufenthalte längere, umsatzstärkere Buchungen blockieren. Überprüfen Sie bei plötzlichen Nachfragespitzen auch Ihre Stornierungs- und Buchungsbedingungen: So sichern Sie sich Umsatzchancen, die sonst durch kurzfristige Umbuchungen oder Änderungen verloren gingen.

Übrigens: Sobald Ihr Team im Revenue Management Zugriff auf Buchungsdaten in Echtzeit hat statt nur auf manuelle Reports, lassen sich solche Entscheidungen deutlich schneller und mit mehr Sicherheit treffen.

4. Nebensaison strategisch steuern – auch ohne Preisnachlässe 

In ruhigeren Phasen sinkt der RevPAR nicht darum, weil es keine Nachfrage gibt, sondern weil sich die Preisstrategien ähnlich gestalten. Nutzen Sie Ihre Hoteldaten, um gezielt Zielgruppen zu identifizieren: seien es Geschäftsreisende an Wochentagen oder Gäste, die ein entspanntes Wochenende verbringen möchten.

Wenn Sie Ihre Gäste verstehen und wissen, was sie in diesen ruhigeren Phasen suchen, können Sie Angebote und Kommunikation danach ausrichten. Und die Zielgruppe erreichen, die bereit ist, für den passenden Mehrwert zu zahlen, statt nach Ende der Hochsaison Rabatte zu erwarten.

5. Wie das Zusammenspiel von Revenue Management und Betrieb Gästeerlebnisse verbessert

Den RevPAR zu steigern, ist keine reine Aufgabe allein fürs Revenue Management, sie muss das gesamte Betriebsteam einbeziehen. Eine höhere Auslastung erhöht den Druck auf Personal und Dienstpläne. Daher ist es wichtig, Anpassungen entsprechend der Nachfrage vorzunehmen, damit das Gästeerlebnis nicht darunter leidet.

Hoteliers im DACH-Raum verschwenden im Durchschnitt rund 575[PB1.1] Stunden pro Jahr, weil sie zwischen verschiedenen Systemen wechseln und Zahlen manuell von einem Tool ins andere übertragen. Diese Zeit fehlt dann für proaktive Entscheidungen, die Ihren RevPAR nach vorn bringen können.

 

Wie vernetzte Hoteltechnologie RevPAR-Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen umsetzt

Manuelle Prozesse und voneinander getrennte Reportings bremsen genau die Entscheidungen aus, die Ihren RevPAR nach vorne bringen. Technologie löst zwar nicht alle Probleme im Zusammenhang mit der Preisstrategie, räumt aber Hindernisse aus dem Weg, die der Entwicklung einer guten Strategie im Wege stehen.

Was Ihr PMS leisten muss, damit Sie fundierte RevPAR-Entscheidungen treffen können

Die meisten Umsatzentscheidungen hängen davon ab, wie aktuell und zuverlässig Ihre Belegungs- und Preisdaten sind – und wie leicht Sie diese im Tagesgeschäft anpassen können. Sind diese Daten jedoch über mehrere Systeme verteilt oder müssen manuell für Reports erfasst werden, treffen Sie viele Entscheidungen erst, wenn der beste Zeitpunkt dafür bereits verstrichen ist.

Ein Hotel-PMS, das Kennzahlen wie RevPAR, ADR und Auslastung an einem Ort sichtbar macht und zugleich mit Ihrer Booking Engine und Ihrem Channel Manager zusammenspielt, stellt Ihrem Team genau dann die Informationen bereit, wenn Sie sie brauchen. So treffen Sie Entscheidungen für Ihre Preisstrategie schneller und fundierter, statt unter Zeitdruck hastig zu reagieren, ohne das Gesamtbild im Blick zu haben.

Forecasting und Budgetierung mit Blick auf RevPAR

Wenn Sie RevPAR‑Budgets nach Segmenten und Zeiträumen festlegen und die Entwicklung wöchentlich anhand dieser Ziele überprüfen, erkennen Sie Lücken frühzeitig und können sie schnell beheben. Idealerweise fließen Ihre RevPAR‑Ziele direkt in Budget- und Forecast‑Planung ein: So sehen Sie bereits im Vorfeld, wo Optimierungen erforderlich sind. Und Sie können sicherstellen, dass Ihr RevPAR auf Kurs bleibt.

Der RevPAR ist nur der Ausgangspunkt

Mit diesem Artikel haben Sie ein klareres Bild davon, was der RevPAR ist und warum er wichtig ist. Wir haben erläutert, was genau er misst, wie er berechnet wird und wo Sie ihn bei Ihren Entscheidungen zur Umsatzsteigerung sinnvoll einsetzen. Die Kennzahl zu kennen, ist jedoch nur der Anfang: Entscheidend ist, zu verstehen, welche Faktoren Ihren RevPAR treiben, und über eine vernetzte Systemlandschaft zu verfügen, mit der Sie zum richtigen Zeitpunkt handeln können. Genau hier unterscheiden sich Hotels, die ihren RevPAR aktiv steigern, von denen, die ihn nur nachverfolgen.

Um ein vollständiges Bild Ihrer Hotelperformance zu erhalten, lohnt es sich, RevPAR immer zusammen mit Kennzahlen wie TRevPAR (Total Revenue per Available Room, dem Gesamtumsatz pro verfügbarem Zimmer), GOP (Gross Operating Profit, dem Brutto-Betriebsergebnis) und den Personalkosten als Prozentsatz des Umsatzes zu betrachten. Der RevPAR ist ein wichtiger Ausgangspunkt, aber er ist nur eine Kennzahl unter einigen anderen, die ebenfalls von Bedeutung sind.

Bei Access Hospitality arbeiten wir mit unabhängigen Hotels und großen Hotelketten zusammen, um Umsatz- und Betriebsdaten an einem Ort zu bündeln. Wir wissen, wie wichtig Hotelmanagement-Kennzahlen wie der RevPAR sind. Und welches zusätzliche Potenzial in Ihren Daten steckt, wenn es darum geht, Preisstrategien zu schärfen und Umsatzchancen sichtbar zu machen. Wenn Sie jetzt tiefer einsteigen möchten, wie die richtige Technologie dabei hilft, mögliche Lücken in Prozessen und Daten auch in Ihrem Hotel aufzudecken, lohnt sich ein Blick in unseren Report „KI im Gastgewerbe“.

Wie andere Hoteliers mit diesen Herausforderungen umgehen?

Unser Report „KI im Gastgewerbe“ beleuchtet, wo diese Lücken bestehen und welche Wege andere Hotels bereits wählen.  

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